Sektkorken schießen

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ausgerechnet einen Trompetenchor haben sie auf den Balustrade gestellt, ausgerechnet haben sie sich die Stimmungen und ausgerechnet haben sie sich verworren in Gesten und die Westen eng geknüpft, die Sektkelche an den Mund gesetzt wie die Waffe an den Kopf und flößen sich immer neue Wucherungen in sich hinein. Das Gehirn hängt in der Interpretation der Welt immer eine micromacrosekunde nach und gibt mir genug Zeit die Ohren mit dem Wachs einer bedächtigen Poesie zu verschließen. Der Trompetenchor prustet einstimmig, weil er die Lautstärke mehr liebt als den Akkord. Mancherorts stehen sie stramm und lecken an Schokobananen. Ich lausche den Sphären, dem fragilen Klang der Geister, die uns immer eine Micromacrosekunde voraus huschen.

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