Luftikuss

Veröffentlicht am Veröffentlicht in Uncategorized

Die Luft hing etwas schräg im Raum, was ihn ihm schadlos dekorierte. Einige Gedanken purzelten an der Schräge herab und tropften in mein Glas, auf den Glasboden, den Tanzboden. Die Tänzerin, die Tänzerin, wo ist meine Tänzerin. Sie hatte mir eine Postkarte versprochen, einen kleinen Ausriß aus einem bedeutungslosem Traum. Eine Bedeutung hatte er nicht nötig, war er doch ein Kobold der Luft, ein Luftikus, das ist es meine Tänzerin, das bleibt uns, ein Luftikuss. Und so blicke ich auf die Schafherde die unter dem Regenbogen Gras schlürft und schlurft und sich selbst ein Kissen ist. Und als sich ein Tropfen auf meinem Kopf wie eine Welle in eine Gischt aus der Unendlichkeit aller Teilchen bricht, kann ich hören dass sein Tau letztlich nichts weiter ist als das leise unaufdringliche Summen der Dankbarkeit. Ein Staunen über diesen windschiefen Raum und seinem Atem, der Tänzerin, die unaufhörlich im Ballsaal meines Schädels Pirouetten dreht, die Kobolde, der Kuss, und dass ich meinen Kopf in das satte Gras lege und mich nicht gräme, dass es morgen abgegrast sein wird.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.